In der Gründungsversammlung wurde Bürgermeister Krempl (Geiselhöring) zum ersten Vorsitzenden der ILE bestimmt. Da die Bürgermeisterwahl in Geiselhöring angefochten wurde und bisher noch kein endgültiges Ergebnis feststeht, schlug Bürgermeister Wellenhofer vor, den Vorsitz nicht zu regeln, bis Klarheit über die Bürgermeisterbesetzung in Geiselhöring herrscht.

Auch Bürgermeister Ruber schloss sich dieser Ansicht an und fand die Lösung gut, dass die stellvertretenden Vorsitzenden Wellenhofer und Wagner sich vorläufig den Vorsitz teilen. Es wurde einstimmig beschlossen, vorerst das Amt des ersten Vorsitzenden nicht neu zu besetzen.

Baudirektorin Reiff vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) betonte, dass die Erstellung eines ILEK Grundvoraussetzung für jegliche Förderung im Rahmen der ILE sei. Bei der Ausarbeitung ist auf eine enge Abstimmung mit LEADER zu achten.

Stärken und Schwächen der Region beschreiben

Das Entwicklungskonzept beinhaltet eine Zustandsbeschreibung der Region mit Bestandserhebung (Stärken-/Schwächenanalyse). Regionalspezifische Ziele und Handlungsfelder werden benannt, Projekte einschließlich deren Finanzierung werden geplant und ein gemeinsames Leitbild wird definiert.

Das ILEK wird mit 75 Prozent vom ALE gefördert, so dass für die Gemeinden ein Eigenanteil von 25 Prozent verbleibt. Der Geiselhöringer Bürgermeister Lichtinger erklärte sich bereit, seine beruflichen Erfahrungen bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes mit einzubringen mit dem Ziel einer Kostenersparnis für alle beteiligten Gemeinden. Dies wurde von den Gesprächsteilnehmern positiv gesehen. Allerdings rieten Frau Reiff und Josefine Hilmer vom Landratsamt davon ab, das gesamte Konzept von Herbert Lichtinger erarbeiten zu lassen. Sie begründeten dies damit, dass bei der Erstellung nicht nur die von den Anwesenden eingebrachten subjektiven Gesichtspunkte von Bedeutung seien, sondern auch die von einem Fachbüro einfließenden obfektiven Werte.

Die Versammlung beschloss einstimmig, der Stadt Geiselhöring die Federführung für die Erstellung eines integrierten Entwicklungskonzeptes zu übertragen. Baudirektorin Reiff und Bürgermeister Lichtinger sollen gemeinsam die Ausschreibungsunterlagen erstellen und und Angebote von den Büros MKS, Landimpuls und Stadt-Land-Leben einholen. Die Kosten des ILEK werden von den Mitgliedsgemeinden anteilig auf Grundlage der amtlichen Einwohnerzahlen vom 30. Juni übernommen.

Wie soll Labertalweg weitergeführt werden?

Bürgermeister Georg Wagner von der Gemeinde Aholfing erläuterte in der Folge seine Vorstellungen zur Weiterführung des Labertalradweges bis zur Donau. Er führte aus, dass man von Mallersdorf-Pfaffenberg auf dem Labertalradweg bis Rain und dann entlang der GVS Rain-Obermotzing bis zu großen Laber fahren könne. Durch den Ausbau eines Feldweges wäre es möglich, weiter bis Obermotzing zu fahren und man hätte dann die Möglichkeit auf dem Radweg südlich der Donau weiterzufahren. Cornelia Reiff stellte klar, dass eine Förderung des Lückenschlusses nur dann möglich ist, wenn dieses Projekt sich aus einem Entwicklungskonzept ableiten ließe. Die Versammlung einigte sich darauf, dass jede Gemeinde überlegt, welche Radwege sie in ihrem Bereich für sinnvoll erachtet.

Referatsleiterin Reiff ging auch kurz auf das Förderprogramm "Kernwegenetz" ein. Dieses Progarmm hat sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Wege an die Anforderungen der heutigen landwirtschaftlichen Ansprüche anzupassen. Es soll für die Landwirtschaft ein Hauptwegenetz zur Vergügung stehen.

Nicht nur Straßenbaubehörden, sondern auch die Fachbehörden der Landwirtschaft und der BBV sollen in die Planung einbezogen werden.

Das ALE fördert nicht nur die Umsetzung des Kernwegenetzes, sondern auch bereits die Erstellung eines Konzeptes. Für eine Förderung ist es nicht notwendig, dass die Gemeinde die Kosten für den Ausbau trägt. Eine Finanzierung durch die beteiligten Landwirte ist durchaus möglich.

Zweitägiges Seminar wurde angeregt.

Reiff schlug beim folgenden Tagesordnungspunkt vor, zur Einstimmung auf das ILEK ein zweitägiges Seminar abzuhalten. Teilnehmer sollten neben dem beauftragten Büro auf alle Fälle sämtliche regelmäßig an den ILE-Sitzungen teilnehmenden Personen sein. Es wäre auch möglich, den Kreis auf einzelne Gemeinderäte auszuweiten.

Josefine Hilmer vom Landratsamt informierte die Teilnehmerrunde über die Erstellung des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) und des LEADER-Konzeptes durch das Landratsamt Straubing-Bogen.

Das REK soll bis Ende November dieses Jahres fertiggestellt werden. Voraussichtlich bis Frühjahr 2015 dauert die Prüfung durch die Fachbehörden. Dann wird der Zuschlag durch das Ministerium erfolgen. Es ist wichtig, dass die Gemeinden möglichst schnell ihre "gereiften" Projektideen anmelden, damit diese in die Konzepte aufgenommen werden können.Eine Aufnahme in das Konzept kann nur erfolgen, wenn das Projekt bereits beim Strart antragsreif vorliegt.

Auch eine flächendeckende Beschilderung des regionalen Radwegenetzes ist angedacht. Die Schilder sollen neben regionalen Informationen auch mit einem QR-Code versehen werden. Ebenso im Konzept enthalten ist im Bereich der Versorgung die Einrichtung eines mobilen Produktladens. Die Referentin sprach auch die Einführung eines Familien- und Inklusionsbeauftragten an. Sie hielt es für sinnvoll, einen Ansprechpartner vor Ort zu installieren, der sich ganz speziell um die Probleme von Familien und Behinderten annehmen kann. Diese Position sollte ein Ehrenamtlicher übernehmen. Diese Personen werden im Rahmen einer LEADER-Förderung beschult und entsprechend qualifiziert.

Ulrich Goß, der geschäftsleitende Beamte aus Laberweinting, sagte, dass bereits in einer der letzten Besprechungen eine Verlinkung der ILE-Gemeinden in den jeweiligen Internetauftritten vereinbart wurde. Er bat darum, dass neben Laberweinting auch die übrigen Gemeinden auf ihre Homepages entsprechende Links setzen.

Dem Vorschlag von Bürgermeister Lichtinger wurde zugestimmt, demnächst eine gemeinsame Veranstaltung für alle Gemeinderäte der ILE durchzuführen. Bürgermeister Wellenhofer regte an, im Rahmen der ILE zwei bis drei Erzieherinnen als mobile Kräfte in einem "Pool" einzustellen. Man kam  überein, dass der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg zunächst die rechtlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame Einstellung von Betreuungskräften beim Bayerischen Gemeindetag abklären lässt.

 

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